Busworld Kortrijk 2017: 20. bis 25. Oktober

Ankündigungen der Hersteller zur weltweit größten Bus-Messe:

Premiere: Hybridantrieb für alle Citaro-Varianten

Noch vor dem erwarteten Batteriebus (Premiere voraussichtlich 2018) hat Mercedes-Benz jetzt die Hybridtechnik für seine Stadtbusse wiederbelebt; und zwar nicht nur als eine Modellvariante, vielmehr als Option für das gesamte Citaro-Programm. Alle Fakten unter

 


Iveco-Premiere: Crossway LE Natural Power

Crossway-Baureihe: Bewährt und und mit schnörkelosem Design. Hier eine Variante mit Dieselantrieb, der Erdgasbus wird erst in Kortrijk zu sehen sein

 

12.9.2017. Die auch in Deutschland erfolgreich verkaufte Crossway-Baureihe wird zur Busworld um eine besonders umweltfreundliche Variante ergänzt: Der Crossway LE Natural Power. Durch Erdgas und/oder Biomethan als Kraftstoff sind alle Schadstoff-Komponenten signifikant gering: Partikel an der Nachweisgenze, NOX-Emissionen um mehr als ein Drittel geringer als beim Dieselantrieb. Darüber hinaus konnten die Antriebsgeräusche laut Iveco um 50 % reduziert werden.

Iveco Bus-Fahrzeuge mit Gasantrieb ermöglichen die Reduzierung der CO2 Emissionen um 95 %, wobei „Power to Gas“ eine Rolle spielt: Aus überschüssiger Wind- oder Solarkraft lässt sich Methan erzeugen und in das bestehende Erdgasnetz einspeisen. Damit kann Strom sozusagen gespeichert und dann für eine umweltfreundliche Mobilität flexibel genutzt werden. Gasfahrzeuge sind eine ebenso bewährte wie bezahlbare Lösung für den Transport von morgen. Iveco Bus sieht sich auf diesem Gebiet als europäischer Marktführer und setzt Methanantriebe seit 20 Jahren in allen Transportsektoren ein.
Der neue Crossway Low Entry Natural Power wird von einem Iveco Cursor 9 NP-Motor angetrieben. Die Gasbehälter sind optisch ansprechend verkleidet und gut zugänglich für Kontrollen auf dem Fahrzeugdach angeordnet. Eine patentierte Anordnung ergibt eine "klassenniedrigste" Fahrzeughöhe ohne irgendwelche Restriktionen. In seinen verschiedenen Längen und Ausführungen (Kombi- und Low-Entry-Varianten) wurde der in Tschechien gebaute Crossway bisher mehr als 30.000 mal verkauft. JG/Foto Iveco

 


VDL: Elektrobusse und mehr

Ein Citea SLFA Electric (18,1 m) auf dem Hermes-Betriebshof in Eindhoven

 

11.9.2017. Der niederländische Hersteller VDL Bus & Coach (Halle 4 / Stand 404) wird sein vielseitiges Produktprogramm präsentieren: Vom modernen Elektrobus(-System) über den 12 Meter langen Citea LLE (Low-Entry in Leichtbauweise) und dem noch jungen Reisedoppeldecker Futura FDD2 (14,1 m) bis hin zum kompakten MidCity-Midibus.

Der VDL Citea SLFA Electric ist ein 18,1 Meter langer elektrisch angetriebener Gelenkbus – ausgeführt im neuen futuristischen BRT-Design, das kürzlich mit dem Red Dot Award 2017 ausgezeichnet wurde; der Red Dot Award ist ein renommierter internationaler Designpreis, der jährlich vom "Design Zentrum Nordrhein Westfalen" in Essen vergeben wird. Inzwischen ist der schicke Gelenkbus in verschiedenen niederländischen und deutschen Städten im Einsatz und hat schon mehrere Millionen Kilometer im Elektrobetrieb zurückgelegt. Der Citea SLFA-181 Electric soll auf der Busworld in einer bisher noch nicht gezeigten Ausführung präsentiert werden. Darüber hinaus können Messebesucher Technik und Betrieb eines Elektrobusses bei Probefahrten mit der 12-m-Variante Citea SLF-120 Electric selber erleben. Zudem stellt VDL auf dem Außengelände ein Nullemissionssystem für den ÖPNV vor – ein VDL Citea LLE-99 Electric einschließlich Schnellladestation. Diese 9,9-m-Ausführung wurde speziell für weniger stark frequentierte Stadt- und Regionalbuslinien entwickelt.

Aus der Baureihe Citea LLE zeigt VDL die 12,7 m Variante mit verlängertem Radstand; daraus ergeben sich gegenüber der 12-m-Ausführung vier zusätzliche Sitzplätze. Verglichen mit ähnlichen Bussen mit gleicher Sitzplatzzahl profitiert auch der Citea LLE-127 von den Vorteilen seines geringen Gewichts, unter anderem durch niedrige Verbrauchswerte, weniger Schadstoffausstoß und geringe Wartungskosten.

Der VDL MidCity wurde speziell für den öffentlichen Personenverkehr entwickelt. Sein niedriger Boden erleichtert den Einstieg auch für Rollstuhlfahrer. Die Kombination aus niedrigem Boden und 70 cm Radstandverlängerung gewährleistet eine hohe Flexibilität in Bezug auf individuelle Lösungen (zusätzliche Sitzplätze, Platztypen und/oder großzügigere Einteilung). Der für Kortrijk vorgesehene MidCity hat 17 Sitzplätze (inklusive drei Klappsitze), bis zu 9 Stehplätze und einen Rollstuhlplatz. Dank seinem kompakten 8-m-Format ist der Midibus sehr wendig und dadurch für den Einsatz in engen Stadtbereichen besonders geeignet. Auf dem Außengelände kann ein VDL MidEuro in VIP-Ausführung besichtigt werden, ein kompakter Reisebus, der kleine Gruppen mit allem Luxus und Komfort befördert.
Für Reise- und Intercityverkehre bietet VDL seine bewährte Futura-Baureihe in der neuesten Generation an. Auf dem Stand wird ein Futura-Doppeldecker (FDD2-141) mit 74+1+1 Sitzplätzen und ein VDL Futura FHD2-106 mit 40+1+1 Sitzplätzen ausgestellt sein. Eine Neuheit ist der VDL Futura FHD2-135, der erstmals einem größeren Publikum vorgestellt wird. Dieser Bus ist mit 52+1+1 Sitzplätzen ausgestattet. EB/Foto: Görgler

 


Irizar: Premieren in allen Segmenten

8.9.2017. Der spanische Hersteller Irizar (Halle 4 / Stand 405) wird seine neue Generation von Reise- und Stadtbussen präsentieren, darunter Elektro- und Hybridbusse der Klasse 2 samt ihrer verschiedenen technischen Lösungen für den urbanen und interurbanen Verkehr. Besondere Aufmerksamkeit verdienen der Premium-Reisebus Irizar i8, der noch junge Reisebus Irizar i6S und der Hybridbus Irizar i4H.

An einem zweiten Stand präsentiert Irizar seine Zukunftsvision in Form integraler und schlüsselfertiger Lösungen für die städtische Elektromobilität. Das kürzlich gegründete Unternehmen Irizar e-mobility bündelt Wissen und Erfahrung aller Konzerngesellschaften, um Gesamtlösungen für städtische Mobilität anzubieten: Elektrobusse mitsamt der erforderlichen Infrastruktur zum Aufladen, Übertragen und Speichern von Energie. Alles auf Basis der konzerneigenen europäischen Technologieplattform und mit den bewährten Qualitäts- und Serviceleistungen von Irizar.

Das zur Busworld vorgesehene Produktangebot wird durch den 12 Meter langen Stadtbus Irizar ie bus (Irizar electric bus) und den 18 Meter langen Gelenkbus Irizar ie tram (Irizar electric tram) abgerundet. Beide Modelle verfügen über emissionslose Elektroantriebe sowie Ladesysteme mit Stromabnehmern, die Irizar weltweit zum ersten Mal vorstellt.

Die noch junge Irizar Deutschland GmbH hat ihren Sitz in Neuwied und bedient den deutschsprachigen Raum inklusive Österreich und Schweiz. EB/Foto Irizar


Van Hool: Premiere und Detailverbesserungen

Auf der Busworld zu sehen: Der 24 m lange Van Hool ExquiCity für Linz (A) kann mittels eigener Batterie Teilstrecken ohne Stromnetz absolvieren

5.9.2017. Im Jubiläumsjahr (70 Jahre Van Hool) bieten die Belgier wieder einen vielseitigen Einblick in ihr Busprogramm: Durch 2018er Varianten der Reisebus-Baureihen TX (TX11 Alicron, TX16 Astron, TX17 Altano, TDX27 Astromega) und EX (EX17 H, EX16 M und EX15 H), die sich mit Verbesserungen in Optik und Detail präsentieren werden; unter anderem mit neuem Cockpit samt Armaturen in den EX-Bussen. Die Konstruktion der EX Zweiachser hat man überarbeitet, so dass Gewichtseinsparungen umgesetzt werden konnten. Der EX16 M wird zudem erstmalig als Rechtslenker gezeigt.

Ein Gelenkzug vom Typ Exqui.City 18 m (Dieselhybrid) ist für Belfast bestimmt und soll in Kortrijk in Anwesenheit eines Regierungsvertreters und des Betreibers enthüllt werden. Belfast hat 30 Stück dieses Modells bestellt.

Der Exqui.City 24 m Trolley für Linz (Österreich) verfügt über eine autonome Batterie, so dass mit dem überlangen Oberleitungs-Gelenkbus auch Abschnitte ohne Stromnetz absolviert werden können. Linz hat 20 Stück dieses Modells bestellt.

Die Fahrzeuge werden in Halle 16 an einem neugestalteten Stand (2000 qm) präsentiert, mit dem die Dynamik des Unternehmens im Jubiläumsjahr hervorgehoben werden soll. Zudem weden Vorführer auf dem Außengelände zu sehen sein. EB/Foto: Van Hool

Ein moderner Klassiker: DD Van Hool Anstromega


ADL: Doppel- und Einfachdecker in Leichtbauweise

Postbus-Doppeldecker "Enviro500" von ADL

 

30.8.2017. Der britische Bushersteller Alexander Dennis Limited (ADL) wird auf der Busworld den Niederflurbus Enviro200 und den Doppeldecker Enviro500 zeigen und damit die Erfahrung des Herstellers in Bezug auf Qualität und Leichtbauweise demonstrieren (Halle 1, Stand 113).

Die Präsenz von ADL auf der Busworld folgt auf den kontinentaleuropäischen Erstauftrag für den Hersteller: Die PostAuto Schweiz AG bestellte 19 dreiachsige Doppelstockbusse Enviro500, von denen die ersten Einheiten bereits seit diesem Sommer in der Ostschweiz im Einsatz sind. Dank modularer Konstrukltion konnten die Busse exdakt auf die Anforderungen von PostAuto zugeschnitten werden. In der typischen postgelben Farbgebung haben die 12,9 Meter Doppeldecker drei Türen und zwei Treppen zum Oberdeck. Im vollständig klimatisierten Interieur finden 79 Fahrgäste einen Sitzplatz. Die nach Klasse I zugelassenen Fahrzeuge sind kompromisslos als Linienbusse entworfen und haben ein durchgehend nutzbares Unterdeck.

Der Enviro200 ist der weltweit meistverkaufte Leichtbaubus. Um den Mehrwert des kraftstoffsparenden Fahrzeugtyps zu demonstrieren und die Ausstattung zukünftiger Linkslenker-Ausführungen zu diskutieren, zeigt ADL ein Londoner Fahrzeug auf der Busworld. Der nach den Vorgaben des Aufgabenträgers "Transport for London" ausgestattete Messebus stammt aus der Flotte des zur Niederländischen Eisenbahn gehörenden Betreibers Abellio. Der 10,4 Meter lange Bus steht stellvertretend für die in Längen von knapp neun bis zwölf Metern produzierte Enviro200-Baureihe, in der ausstattungsabhängig bis zu 46 Sitzplätze angeboten werden können.

In Kontinentaleuropa forciert ADL, übrigens der größte britische Bushersteller, einen schrittweisen Markteinstieg; auch um sicherzustellen, dass die umfassenden After-Sales-Dienstleistungen stets in vollem Umfang zur Verfügung stehen; dazu gehört das neue System "AD Connected" zur vorausschauenden Planung von Wartungs- und Reparaturaufgaben, welches die Betriebskosten der Enviro-Familie noch weiter senkt. EB/Fotos: ADL

 

Enviro200, der meistverkaufte ADL-Linienbus. Die Bustypen für den Kontinent werden selbstverständlich als Linkslenker angeboten


Volvo: Elektromobilität und Sicherheit

Volvo 7900 EH (Electric Hybrid) beim Einsatz in Värnamo

 

Ismaning / Göteborg, 31.08.2017. Elektromobilität, aktive Sicherheit und ein „mitdenkender“ Bus. Dies werden einige der Attraktionen auf dem Stand der Volvo Bus Corporation (Halle 5, Stand 502) sein. Mit weltweit über 3500 verkauften Hybridbussen, Elektro-Hybridbussen und vollelektrischen Bussen setzt die Volvo Bus Corporation die Weiterentwicklung innovativer Technologien für den Elektroantrieb im Stadt- und Linienbussegment fort. Unter anderem soll die neueste Variante des vollelektrischen Volvo 7900 E (Electric) in Kombination mit dem OppCharge-Ladesystem vorstgestellt werden. Die ersten vier Einheiten dieses Typs haben im Frühsommer 2017 in der Stadt Differdingen (Luxemburg) ihren Betrieb aufgenommen; mittlerweile sind Verträge für zahlreiche weitere Bestellungen unterzeichnet worden. Zu den Städten, die vollelektrische Busse bei der Volvo Bus Corporation geordert haben, zählen Harrogate in England und Malmö in Schweden. Im kommenden Jahr plant die Volvo Bus Corporation, vollelektrische Gelenkbusse im regulären Linienbetrieb der Stadt Göteborg zu erproben. In der Heimatstadt des Unternehmens werden elektrisch angetriebene 10- und 12-Meter-Busse sowie Elektro-Hybridbusse bereits seit langem erfolgreich im Linienverkehr eingesetzt.

Über die Aktivitäten hinsichtlich E-Bussen hinaus bilden Systemen zur Steigerung der aktiven Sicherheit sowie innovative Lösungen auf dem Gebiet des autonomen Fahrbetriebs einen Schwerpunkt der Volvo-Präsentationen, die sowohl für Stadtbusse als auch für Reisefahrzeuge geeignet sind. Ein Simulator des „mitdenkenden Busses“ soll es den Besuchern eermöglichen, selbst zu testen, wie das dynamische VDS-Lenksystem (Volvo Detection System), das Docking-Konzept für die Schnellaufladung des elektrifizierten Volvo-Busses an der Ladestation einer Bushaltestelle (Bus Stop Docking Concept) und viele andere Lösungen unter realistischen Einsatzbedingungen funktionieren.

Für Besucher, die am Steuer eines echten Busses sitzen wollen, besteht auf der Busworld die Möglichkeit zu Probefahrten. Vor der Halle 5 stehen verschiedene Modelle, unter anderem der Hybrid-Gelenkbus Volvo 7900 LAH und ein mit VDS ausgestatteter Reise-Hochdecker Volvo 9900 bereit.

EB/Foto: Volvo Bus