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Der neue SmartCity AU04+ ist in der Größe 275/70R22.5 erhältlich und mit der M+S-Markierung sowie dem 3PMSF-Symbol (3 Peak Mountain Snowflake) versehen. Foto:Hankook

Neuer Stadtbus-Reifen von Hankook

 

11.04.2018. Hankook erweitert sein Portfolio für die Bereifung von Stadbussen mit der neuen Reifenlinie SmartCity AU04+. Der für den Stadtverkehr ausgerichtete Busreifen überzeugt, so der Hersteller, durch seinen effizienten Treibstoffverbrauch und maximalen Abnutzungswiderstand. Die Laufflächengestaltung wurde angepasst: Ein verbesserter Abstand zwischen den Rippen, stabilisierende 3D-Profilblöcke und optimierte Zickzack-Rillen sorgen für eine hervorragende Traktion, ohne die Laufleistung einzuschränken. Das ständige Anfahren und Anhalten im Stadtverkehr beansprucht Busreifen stark und unregelmäßig. „Daher haben wir beim SmartCity AU04+ die Schulterbreite und -struktur angepasst und stellen so eine gleichmäßigere Abnutzung sicher. Die verbesserte Struktur der neuen Laufflächenmischung macht den Reifen deutlich hitzebeständiger und gewährleistet folglich eine längere Lebensdauer“, ergänzt Dipl.-Ing. Klaus Krause, Vizepräsident und Chef des europäischen Hankook-Entwicklungszentrums in Hannover.

Der Sicherheitsaspekt ist ein wesentlicher Faktor bei der Entwicklung von Reifen. Das gesamte Stadtbusreifenportfolio von Hankook setzt diesen Anspruch um. Wie bereits der AU03+ weist daher auch der SmartCity AU04+ eine verstärkte Seitenwand auf. Sie schützt den Reifen beim Bordsteinkontakt vor Schäden. Alle drei Stadtreifenmodelle überzeugen außerdem mit kurzen Bremswegen; der AU04+ hebt sich dank der verbesserten Lamellenanordnung besonders durch sein ausgezeichnetes Verhalten bei nasser Fahrbahn hervor. Der tiefe Seitenwandindikator beim SmartCity AU04+ erleichtert die Bestimmung des Reifenzustands und unterstützt so eine frühzeitige Schadensprävention. EB


Höchste Zufriedenheit der Reisebus-Fahrgäste ist das Ziel einer intensiven Fahrgastbefragung, die von der Volvo Bus Corporation unter 6000 Reisebus-Passagieren in sechs europäischen Ländern durchgeführt wurde

Volvo-Umfrage bei 6000 Reisegästen

Gefragt: WLAN und bequeme Sitze      Gehasst: Spitze Knie und nackte Füße

(Detaillierte Ergebnisse am Ende des Beitrages als PDF-Download)

19.03.2018. Manche Reisegäste hätten gern ein Drei-Gänge-Menü; andere möchten lieber surfen, sich miteinander unterhalten oder einfach nur die Ruhe genießen und entspannen. Fast die Hälfte der befragten Personen gibt an, dass Sicherheit für sie eine wichtige Rolle spielt. Zwei Drittel von ihnen legen während ihrer Fahrt im Reisebus den Sicherheitsgurt an. Das sind nur einige Ergebnisse aus einer Fahrgast-Befragung, die von der Volvo Bus Corporation in sechs europäischen Ländern durchgeführt worden ist.
Insgesamt wurden 6000 Personen befragt, die mit Reise- und Fernlinienbussen in
Deutschland, Italien, Spanien, Großbritannien, Frankreich und Schweden unterwegs waren. Dabei sollten sie die Kriterien benennen, die ihrer Meinung nach bei Busreisen zu einem positiven Erlebnis beitragen.

Womit beschäftigen sich die Fahrgäste an Bord eines Reisebusses besonders gern während der Fahrt? Besonders häufig genannt und äußerst beliebt sind folgende Aktivitäten: Miteinander reden, schlafen, Filme oder Videos schauen und lesen. Daher überrascht es kaum, dass hoher Sitzkomfort und große Beinfreiheit zu den wichtigsten Grundvoraussetzungen für ein angenehmes Reiseerlebnis zählen.

Ganz oben auf der Wunschliste der Reisebus-Fahrgäste steht die Verfügbarkeit einer schnellen WLAN-Verbindung. Für dieses Serviceangebot sind insbesondere die jüngeren, aber auch viele ältere Fahrgäste bereit, mehr zu bezahlen. Die Mehrzahl der befragten Personen hält es für sehr wichtig, dass an Bord eines Reisebusses unbedingt die Möglichkeit zum Kauf von Getränken, Snacks oder kleineren Mahlzeiten bestehen sollte. Einige Fahrgäste schauen noch weniger auf die Kosten und äußern den Wunsch, sich während des Reiseverlaufs rundum verwöhnen zu lassen. Sie sprechen sich sogar für das Servieren eines Drei-Gänge-Menüs aus.
Das Thema Sicherheit wird durchgängig als sehr wichtig eingeschätzt und entsprechend hoch bewertet. 47 Prozent der Fahrgäste möchten bereits vor ihrer Reisebuchung Informationen zu den Sicherheitseinrichtungen des jeweiligen Busses erhalten und 66 Prozent der Reisenden legen im Bus die Sicherheitsgurte an. Am höchsten ist der Anteil der Personen, die den Sicherheitsgurt benutzen, in Schweden, Frankreich und Spanien.
Die Ergebnisse der Umfragen liefern auch drei nützliche Tipps für alle Reisegäste, die gut mit ihren Mitreisenden zurechtkommen möchten: Ganz oben auf der Top-3-Liste steht die Vermeidung jeglicher Art von Lärm. Laute Fahrgäste werden auf einer Busreise als größter Störfaktor empfunden. Die überwiegende Zahl der befragten Fahrgäste ist dieser Meinung − dies bestätigen 79 Prozent der Antworten. Der zweite Tipp lautet: Stützen Sie sich niemals mit den Knien an der Rückenlehne des Vordersitzes ab. Nur wenige Dinge regen einen Fahrgast mehr auf als die Knie des hinter ihm sitzenden Reisenden, die sich deutlich spürbar in seinen Rücken bohren (71 Prozent).
Auf intensive Essensgerüche würden 50 Prozent der Fahrgäste gern verzichten. Allerdings fällt auf, dass italienische Fahrgäste mit 25 Prozent eine deutlich höhere Toleranz zeigen. Schwedische Fahrgäste haben offenbar nur wenig Probleme damit, dass mitreisende Personen ihre Schuhe ausziehen. Ganz anders sieht es in den anderen Ländern des Kontinents aus, in denen ein solches Verhalten nur selten akzeptiert wird.

„Nach Auswertung aller Antworten können wir feststellen, dass Komfort, Sicherheit und angenehme Mitreisende die Schlüsselelemente sind, die bei einer Busreise für jeden Fahrgast ausschlaggebend sind und auch auf langen Strecken für ein positives Reiseerlebnis sorgen“, fasst Niklas Orre (Vizepräsident "Strategy and Product Management" der Volvo Bus Corporation) zusammen. „Unter dem Strich bedeutet dies also ein deutliches ‚Ja‘ zu WLAN und bequemen Sitzen, aber ein klares ‚Nein‘ zu spitzen Knien und nackten Füßen.“

Fakten zur Fahrgastumfrage der Volvo Bus Corporation
• Die Umfrage wurde in den Wochen vor und nach dem Jahreswechsel 2017/2018 von Kantar SIFO in Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien, Schweden und
Deutschland durchgeführt.
• Die Teilnehmer an der Befragung waren über 18 Jahre alt und hatten in den
vergangenen drei Jahren mindestens eine Busreise unternommen, die länger als eine Stunde gedauert hatte.
• Insgesamt haben 6000 Fahrgäste an dieser Untersuchung teilgenommen. Dabei
wurden 1000 Fahrgäste aus jedem der genannten Länder befragt.

EB/Foto Volvo Bus Corporation

 

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Fahrgast-Befragung Reisebus 2018.pdf
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Dank leisem Antrieb: Live-Musik im Münsteraner Elektrobus

Fahrgäste und Musiker hatten gleichermaßen Spaß am Konzert im Elektrobus
(Foto: Stadtwerke Münster GmbH)

 

27.7.2017. Busse so leise, dass man darin ein Livekonzert spielen, Geschichten erzählen oder Theater spielen kann: In einigen Städten ist das mit Elektrobussen bereits Realität, auch dank des ZeEUS-Förderprogramms der EU und des internationalen Verkehrsverbundes UITP. Die Stadtwerke Münster sind ZeEUS-Partner und betreiben fünf Elektrobusse auf der Linie 14, die inzwischen über 130000 Kilometer emissionsfrei zurückgelegt haben und damit schon mehr als drei Mal um die Erde gefahren sind.

Um die umweltfreundliche Mobilität hervorzuheben, hat die UITP in Münster und weiteren europäischen Städten künstlerische Aktionen in den Elektrobussen veranstaltet. Auf der Linie 14 zwischen Mauritz und Allwetterzoo begeisterte die heimische Band „The Thieves“ die Fahrgäste mit dem Song „Just the two of us“. Wer mithören möchte: Das Video findet sich auf www.stadtwerke-muenster.de/elektrobus. Wer wissen möchte, was in den anderen Städten im Bus umgesetzt wurde, kann sich dort auch zu den Videos aus Bonn, Warschau (Polen), Pilsen (Tschechien), London (England), Barcelona (Spanien) und Cagliari (Italien) klicken. Ziel der Kampagne ist es, gemeinsam mit lokalen Künstlern die Vorteile der Elektrobusse bekannt zu machen und so dazu beizutragen, dass Autofahrer ihr Fahrzeug stehenlassen und in den Bus umsteigen.

ZeEUS steht für Zero Emission Urban Bus System (Innerstädisches Bussystem ohne Emissionen) wird vom internationen Verkehrsverbund UITP koordiniert. Ziel des Projekts ist es, Elektromobilität im Busverkehr voranzubringen. ZeEUS wird vom Kommissar für Verkehr der Europäischen Kommission gefördert, das Budget liegt bei 22,5 Millionen Euro (13,5 Millionen Euro EU-Förderung). Im Projektzeitraum von November 2014 bis April 2018 werden Elektro-, Plug-in-Hybrid- und elektrische Trolleybusse getestet und ihre wirtschaftlichen, umwelttechnischen und gesellschaftlichen Vorteile ausgewertet. www.zeeus.eu.

Die UITP (Union Internationale des Transports Publics) ist ein internationaler Verkehrsverband für den öffentlichen Personenverkehr. Sie bildet ein weltweites Netzwerk für nachhaltige Mobilitäts-Angebote, mit 1400 Mitgliedsunternehmen und 18000 Kontakten aus 96 Staaten. Darunter befinden sich Verkehrsbehörden und –unternehmen, Entscheider, Forschungsinstitute sowie Zulieferer und Serviceanbieter aus dem Verkehrssektor. www.uitp.org.                          EB


Die Deutsche Bahn testet autonomes Fahren mit Minibussen

Foto: Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben

Autonomer Busbetrieb: Die Deutsche Bahn ist auch auf der Straße innovativ

16.12.2016. Auf dem Gelände des Euref-Campus in Berlin-Schöneberg erprobt die DB gemeinsam mit dem Forschungszentrum InnoZ (das mehrheitlich von der DB geführt wird), in den kommenden Monaten einen autonomen Buslinienbetrieb. Eingesetzt wird derzeit ein Prototyp des US-amerikanischen Herstellers „Local Motors“, der ähnlich schon als „Strati“ und jetzt als „Olli“ für Aufsehen sorgt; dabei handelt es sich nämlich um einen Minibus, dessen Karosserie über einen industriellen D3-Drucker entsteht.

Der elektrisch angetriebene „Olli“ soll Sprachbefehle umsetzen können und ist dem Vernehmen nach mit einem Superrechner (Watson/IBM) verbunden, der Daten über Sensoren, Kameras und Radar empfängt. Bliztzschnell ausgewertet, erfolgen Steuerungsbefehle für den Betrieb.

Bereits seit Oktober läuft ein ähnlicher Test in Leipzig auf dem Gelände von DB Schenker mit einem Minibus des international agierenden Unternehmens „EasyMile“, dessen Hauptsitz sich in Touluse (F) befindet. In beiden Fällen können Mitarbeiter die Busse nutzen. So sollen Fahrzeugtechnik und Betrieb unter möglichst realen Bedingungen getestet sowie Kundenfeedback eingeholt werden. 

Die Deutsche Bahn forciert ihre Aktivitäten auf der Straße. So lassen sich über Tochterunternehmen Autos (Flinkster) und Fahrräder (Call-a-bike) mieten, zudem ist die Bahn an „Clever-Shuttle“ beteiligt, einem Unternehmen, dass elektrisch (oder per Hybridtechnik) angetriebene und somit besonders umweltfreundliche Sammeltaxis einsetzt. EB

 


Attraktion für Hamburg: Amphibienbus für Rundfahrten zu Land und auf dem Wasser

 

2.9.2016. Neuerdings ist in Hamburg der sogenannte „Hafencity Riverbus“ im Einsatz. Der Betreiber kombiniert mit dem Amphibienbus eine Fahrt zu Land mit einer Rundfahrt auf der Elbe – von wo aus viele Sehenswürdigkeiten der Hafenstadt besonders gut zu sehen sind.

 

„Die Idee für ein solches Projekt hatte ich schon vor 18 Jahren“, erzählt Fred Franken, gelernter Schifffahrtskaufmann und bekennender Busenthusiast, „Damals habe ich eine ähnliche Attraktion in Singapur gesehen und mir war sofort klar, dass so etwas unbedingt nach Hamburg kommen muss.“

 

Als Besitzer des ersten Amphibienbusses Deutschlands musste Franken an vielen Stellen Pionierarbeit leisten. Daher hat die Umsetzung von der ersten Idee bis zum fertigen Fahrzeug auch vier Jahre gedauert. Die größte Herausforderung stellte tatsächlich die Zulassung dar; Amphibienfahrzeuge sind nämlich im deutschen Verkehrsrecht nicht vorgesehen.

 

Somit fährt der Riverbus an Land wie ein ganz normaler Linienbus und hat sogar Haltewunschtaster bekommen – nicht weil er wirklich unterwegs an Haltestellen stoppen würde, sondern weil es zur Zulassung des ungewöhnlichen Gefährts gefordert wurde. Unter der wasserdichten Hülle steckt ein MAN Lkw-Chassis, den Aufbau lieferte ein Unternehmen aus Ungarn. Eine weitere Herausforderung ergibt sich bei der Wartung. „Es handelt sich weder um einen Bus noch um ein Schiff, es gibt bisher keine vergleichbaren Fahrzeuge. Um bei Bedarf schnell an zu reparierende Teile heran zu kommen, erfordert es ein sehr hohes technisches Verständnis der Werkstattmitarbeiter“, erläutert Mike Vannauer, Regionalleiter Verkauf Bus Nord bei der MAN Truck & Bus Deutschland GmbH. Als gelernter Seemann schlägt sein Herz bei diesem speziellen Fahrzeug natürlich höher. So erfolgt die werkstattseitige Betreuung auch durch den MAN Servicebetrieb Moorfleet.

 

Die Resonanz auf die Stadtkreuzfahrten ist beeindruckend: „In den ersten zwei Monaten unseres Betriebs haben wir bereits über 6000 Personen befördert. Darunter Hamburger, aber auch sehr viele auswärtige Gäste“, freut sich Fred Franken. Und auch andere Städte wurden bereits aufmerksam. So liegen bereits Anfragen für bis zu sieben weitere Amphibienbusse vor.

Übrigens kann der Riverbus auch – falls es die Touristenfahrten zulasssen – für Wartungstätigkeiten auf dem Wasser eingesetzt werden. Weitere Informationen

EB/Foto: Pressestelle  MAN Truck & Bus


BVO: 60 Vito Kombi-Transporter (Mercedes-Benz) für den Schülerverkehr

15.8.2016. Der Mercedes-Benz Vertrieb Deutschland hat in Minden/Westfalen 60 Mercedes-Benz Vito an den BVO Busverkehr Ostwestfalen über­geben. Die BVO, ein Tochterunternehmen der DB Regio Bus, ist nach einer europa­weiten Ausschreibung nun im sogenannten Spezialverkehr für fünf soziale Einrichtungen unter­wegs. Mit den neuen Mercedes-Benz Vito (Kombi-Transporter) werden Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderung befördert. Diese werden direkt von zu Hause abgeholt und zu den Schulen bzw. Werkstätten in Bielefeld, Paderborn und Lemgo gebracht.

Bei den neuen Fahrzeugen handelt es sich um Mercedes-Benz Vito 116 CDI Tourer PRO, angetrieben von 120 kW starken Euro 6-Dieselmotoren und 6-Gang-Schaltgetrieben. Die 8-Sitzer bieten in der langen Vito-Variante viel Platz.

Hinsichtlich der Sicherheitsausstattung wurde - gerade wegen der Schülerbeförderung - viel Wert gelegt: Beispielsweise kompensiert der Seitenwind-Assistent Einflüsse von Windböen und der ATTENTION ASSIST (Aufmerksamkeits-Assistent) zieht aus verschiedenen Parametern Rückschlüsse auf eine eventuelle Ermüdung des Fahrers.

„Für uns ist dies ein neues Aufgabengebiet und wir haben uns vorab intensiv mit den Anforderungen befasst. Dazu gehört nicht nur die Beschaffung der neuen Fahrzeuge, sondern vor allem auch die Einstellung und Schulung der insgesamt 75 neuen Fahrerinnen und Fahrer“, betont Bernd Achatz von der BVO, der auch die Leitung für die besonderen Verkehre für die Britische Armee in Nordrhein-Westfalen innehat. EB


Üstra-Kundenwunsch: Ab 2017 Verbot von Alkoholkonsum in Bussen, Bahnen und U-Stationen

(4.8.2016). Die üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG verbietet ab dem 1. Januar 2017 den Konsum von Alkohol in den Bussen, Bahnen und U-Stationen des Unternehmens. „Damit kommen wir einem Wunsch der überwiegenden Mehrheit unserer Fahrgäste nach“, erklärte dazu Vorstandsvorsitzender André Neiß.

Eine von der üstra im Sommer durchgeführte Kundenbefragung hat ergeben, dass insgesamt 83 Prozent voll und ganz bzw. eher dafür sind, das Trinken von Alkohol in den Fahrzeugen der üstra zu verbieten. Die Mehrheit hatte dabei erklärt, sich bei einem solchen Verbot sicherer in Bus und Bahn zu fühlen. Analog zum Rauchverbot, das seit langem besteht, bezieht die üstra auch die unterirdischen Tunnelstationen in das Alkoholkonsumverbot mit ein.

„Das Votum der Nutzer des Nahverkehrs ist eindeutig“, erklärte dazu Hauke Jagau, Präsident der Regionsverwaltung Hannover, „daher begrüßen wir als Aufgabenträger das Alkoholkonsumverbot“. Über die zur Umsetzung notwendigen Veränderungen werde mit der üstra zu sprechen sein.

Die üstra will mit dem Alkoholkonsumverbot einen Lernprozess bei ihren Fahrgästen initiieren und geht in der Umsetzung kulant vor. Daher wird es zunächst bei Verstößen auch keine Strafe geben, sondern einen ermahnenden Hinweis auf das Verbot. In Wiederholungsfällen oder wenn andere Fahrgäste belästigt werden, macht die üstra wie bislang auch von ihrem Hausrecht Gebrauch und verweist die Trinker aus Fahrzeug und Station.

„Wir wollen das Verbot mit Augenmaß durchsetzen und bei Konflikten deeskalierend wirken“, erläuterte André Neiß. Das Verbot soll vor allem vom Sicherheitsdienstleister »protec« überwacht und durchgesetzt werden. „Auch dies entspricht dem Wunsch unserer Fahrgäste, wie wir aus der Kunden-befragung erfahren haben“, betonte der Vorstandsvorsitzende der üstra.

Mit dem Verbot zum 1. Januar 2017 werden die Beförderungsbestimmungen entsprechend geändert sein. Die Zeit bis dahin nutzt die üstra zur Schulung ihres Personals und zur Information der Fahrgäste. Dazu werden Aufkleber an Bussen und Bahnen, Infoflyer und Hinweise im Fahrgastfernsehen dienen. EB