Schickes Design, optimiertes Gerippe: der neue Lion´s Coach von MAN. Foto. MAN

Schicker denn je: MAN Lion´s Coach

6.4.2017. Der Dauerrenner von MAN, in der Ur-Form 1996 zur IAA in Hannover präsentiert, zeigt sich künftig schicker denn je.

Modern und gleichzeitig zeitlos steht der gründlich überarbeitete Reisebus für die neue Designsprache der Marke MAN. Direkt auffallend ist der neugestaltete Bug, wo die seitlichen Fenster mit einer flotten Linie scheinbar bis in die Front reichen. Markant wirkt auch die mächtige Windschutzscheibe, optische nach unten und oben verlängert.

Ins Auge fallen sofort die neuen Frontscheinwerfer, die erstmals – ebenso wie die Rückleuchten – komplett in LED ausgeführt sein können. Sowohl Abblend- als auch Fernlicht leuchten mit LED-Lampen, dabei erheblich heller als mit Halogenlampen. Zudem wird mit dem LED-Licht eine breitere Verteilung und zugleich eine deutlich größere Reichweite erreicht. Besonders markant am neuen Scheinwerfer ist das markenspezifisch ausgeführte Tagfahrlicht in Bandform.

Auch das Interior hat einige interessante Auffrischungen erfahren.

Frontscheibe. Großen Wert legten die Designer auf eine klare Trennung der Funktionsbereiche Fahrerarbeitsplatz und Fahrgastraum sowie Gepäckraum und Antriebseinheit.

Anlass für das aktuelle "Update der Baureihe war die ab Oktober 2017 geltende Überschlagsnorm ECE R66.02. Das Ergebnis ist jetzt eben viel mehr als nur eine Versteifung des Gerippes.

Da im neuen Lion’s Coach der optimierte Euro 6-Antriebsstrang arbeitet, profitiert er unter anderem auch von der langen Achsübersetzung und der erhöhten Leistung. Außerdem sind ebenfalls zahlreiche Assistenzsysteme verfügbar wie der Topografie-basierte Tempomat MAN EfficientCruise mit der „Segelfunktion“ EfficientRoll, Abstandsregeltempomat ACC, Spurhalteassistent LGS und MAN Attention Guard. Zudem sorgen eine neue Stoßdämpfer-Generation und eine optimierte Fahrwerksabstimmung für höheren Fahrkomfort, verbessertes Fahrverhalten und höhere Sicherheitsreserven.

Wer den neuen Lion’s Coach "live" sehen will: Er zählt zu den Premieren der Fachmesse Busworld in Kortrijk/Belgien (20. bis 25. Oktober 2017). JG

 


Mit 51 E-Bussen hat London einen richtungsweisende Schritt in Richtung abgasfreier Omnibusse getan. Foto: BAY/ADL

London: Europas größte E-Busflotte

9.9.2016. Nach dreijähriger Erprobung hat Go-Ahead – ein 1987 gegründetes britisches Verkehrsunternehmen – 51 Elektrobusse vom Typ „BYD ADL Enviro200EV“ in Betrieb genommen. Die Bezeichnung der 12-m-Busse deutet schon auf die Kooperation zwischen dem chinesischen Elektrobus-Spezialisten BYD („Build your dreams“) sowie dem britischen Bushersteller ADL (Alexander Dennis Limited ) hin. Während  das Fahrwerk samt Elektroantrieb und Batterien aus China angeliefert wird, montiert ADL in seinem schottischen Werk den kompletten Bus mit eigenem Aluminiumaufbau.

 

Die Investitionen umfassen zudem 43 von BYD gelieferte Ladestationen im Betriebshof Waterloo, welche 46 Busse versorgen. Fünf weitere Ladestationen befinden sich im nahegelegenen Depot Mandela Way, wo fünf Busse stationiert sind. Die Stromzuführung zu den Ladeeinrichtungen wurde von BYD in Zusammenarbeit mit dem Energieversorger SSE und dem Netzbetreiber UK Power Networks sichergestellt.

 

Die hohe Zuverlässigkeit und Reichweite der BYD-Antriebstechnik wurde durch 16-Stunden-Umläufe ohne Nachladen im regelmäßigen Einsatz bestätigt. So haben die Testbusse über einen Zeitraum von 12 Monaten mehr als 1,1 Millionen Kilometer absolviert. Die Kapazität der Busse liegt – mit stehplatzoptimiertem Innenraum – bei 90 Personen (inklusive 21 Sitzplätze). Eingesetzt werden die E-Busse auf den Linien 507 und 521, wo jährlich im Schnitt sieben Millionen Fahrgäste befördert werden.

 

Gegenüber den bisher verwendeten Dieselbussen werden die neuen E-Busse jährlich rund 700 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr einsparen, ebenso reduziert sich die Belastung durch Feinstaub und Stickoxyde. Die Bilanz soll sich in den kommenden Jahren durch die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien im britischen Strom-Mix weiter verbessern.

 

Neben den 51 neu vorgestellten Eindeckern testet BYD in London auch die weltweit ersten rein elektrisch angetriebenen Doppelstockbusse – das Busunternehmen Metroline setzt fünf von ihnen ein; zukünftige Versionen werden ebenfalls in Partnerschaft mit ADL gebaut werden.

 

Mit der Inbetriebnahme der 51 E-Busse verfügt London über Europas größte Elektrobus-Flotte – und hat damit Amsterdam (Flughafenlinie mit 35 BYD-Einheiten) überrundet.

 

Go-Ahead ist in der britischen Metropole im Auftrag von Transport for London (TfL) unterwegs. TFL steuert dort als Dachorganisation den Betrieb von U-Bahnen, Eisenbahnen und Omnibussen. JG

 

Grund zum Feiern: Leon Daniels, Geschäftsführer Oberflächenverkehr, TfL; Wang Chuanfu, Chairman, BYD; Val Shawcross, stellvertretende Londoner Bürgermeisterin für Verkehr; David Brown, Vorstandsvorsitzender, Go-Ahead Group; Isbrand Ho, Geschäftsführer, BYD Europe. Foto: BAY/ADL