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24.08.2016.  Innovationen steigern Nutzlast und senken Emissionen, Verbrauch und Betriebskosten. 12-15 kg Nutzlastgewinn pro Achse mit Luftfedern aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Reduzierung des Volumens des Diesel-Oxidationskatalysators um etwa 30% bei motornaher Platzierung

Senkung der CO2-Emissionen um mehr als 2 Tonnen im Jahr pro Lkw allein mit kraftstoffsparenden Reifen

 

24. August 2016. Das Technologieunternehmen Continental will bei Nutzfahrzeuge Kraftstoffeinsparungen von bis zu 6 Litern pro 100 Kilometer erzielen. In die Berechnung eingeflossen sind mehr als 20 Technologien, die kürzlich in Serie eingeführt wurden oder in Entwicklung befindlich sind.

 

75 Prozent weniger Gewicht im Vergleich zu herkömmlichen Stahlkolben durch den Einsatz eines speziellen Kunststoffs: Mit der gewichtsreduzierten Luftfederfamilie von Continental gewinnen Spediteure beispielsweise zwölf bis fünfzehn Kilo pro Achse an Zuladung.

 

Einige aktuelle Lösungen, darunter gewichtsreduzierte Luftfedern und kraftstoffsparende Reifen sowie ein verkleinerter Diesel-Oxidationskatalysator sind auf der diesjährigen IAA Nutzfahrzeuge zu sehen. Dort präsentiert das Unternehmen den Herstellern, Spediteuren und Flottenmanagern ein vielfältiges, technologisch anspruchsvolles Portfolio aus einer Hand. Neben den Neuheiten sind auch weitere bereits bekannte Continental-Technologien wie das Sensorsystem eHorizon mit fast einem Liter Ersparnis auf 100 Kilometern oder der digitale Außenspiegelersatz ProViu Mirror mit einem Einsparpotenzial von bis zu 0,6 Litern zu sehen.

 

2007 haben sich die Mitgliedstaaten der Europäischen Union darauf verständigt, den Primärenergieverbrauch bis 2020 um 20 Prozent zu reduzieren. Fahrzeughersteller haben deshalb ein Interesse daran, die CO2-Emissionen kontinuierlich zu senken.

 

Innovationen von Continental können bei der Umsetzung dieser Herausforderung beispielsweise mit Leichtbautechnologien und effizienten Lösungen zur Abgasnachbehandlung unterstützen. Weniger Emissionen, geringerer Verbrauch, sinkende Betriebskosten, steigende Nutzlast und nicht zuletzt schärfere CO2-Emissionsrichtlinien oder Abgasnormen wie EURO-6 treiben deshalb die Entwicklung von Innovationen stetig voran.

 

Leichtgewicht Kunststoff löst Stahl und Aluminium ab

 

An moderne Nutzfahrzeuge und Busse werden in Hinblick auf die Effizienz sehr hohe Anforderungen gestellt. Um den Transport von Gütern noch wirtschaftlicher und effizienter zu gestalten, soll die Zuladung unter Beibehaltung der gesetzlich limitierten Achslasten erhöht und damit die Nutzlast gesteigert werden. Weniger Gewicht bedeutet hier nicht nur geringeren Spritverbrauch und entsprechend niedrigere Betriebskosten: Mit der gewichtsreduzierten Luftfederfamilie von Continental gewinnen Spediteure beispielsweise zwölf bis fünfzehn Kilo pro Achse an Zuladung. Bei einer Laufleistung von 400.000 Kilometern reduziert sich dadurch der CO2-Ausstoß um 200 Kilogramm. Im Vergleich zu herkömmlichen Stahlkolben heißt das: bis zu 75 Prozent weniger Gewicht durch den Einsatz eines speziellen Kunststoffs.

 

Kompakter, effizienter, kostengünstiger: Motornahe Abgasnachbehandlung

 

Continental stellt auf der IAA Nutzfahrzeuge eine innovative Lösung für die motornahe Abgasnachbehandlung in schweren Nutzfahrzeugen vor. Durch die Platzierung des Diesel-Oxidationskatalysators (DOC) nahe des Motors kann dessen Volumen um etwa 30 Prozent verkleinert werden. Gleichzeitig kann der Einsatz des neu entwickelten Katalysatorträgers im CS-Design (Crossversal Structure, CS) die Masse des DOC um weitere 20 Prozent reduzieren. Die geringeren Wärmeverluste und die hohe Umsetzungseffizienz der innovativen CS-Zellstruktur helfen dabei, künftige Stickoxidemissionsgrenzen, etwa die der CARB 2023 Regelung (California Air Resources Board) in den USA, zu erfüllen. Wegen der höheren Arbeitstemperatur im DOC kann auch die nachfolgende Eindüsung von Harnstofflösung (Urea) früher einsetzen. Zu der in Hannover gezeigten Lösung gehören neben dem DOC auch das im Tank integrierte Urea-Dosiersystem, die SCR (Selective Catalytic Reduction) -Steuerung und sowie der metallische Katalysatorträger zur 100-prozentigen Verdampfung der Harnstoff-Lösung.

 

EU-Labelwert „A“: Die neuen kraftstoffsparenden Reifen Conti EfficientPro

 

Erstmals präsentiert Continental auf der Nutzfahrzeugmesse seine neue Reifenlinie Conti EfficientPro für die Lenk- und Antriebsachse. Die rollwiderstandsoptimierten Reifen wurden speziell für den Langstreckentransport auf Autobahnen und Schnellstraßen entwickelt.

 

Für den Conti EfficientPro hat Continental die bewährten Technologien, die bereits in der Conti EcoPlus-Reifenlinie zum Einsatz kommen, weiterentwickelt. Dank spezieller Gummimischungen für die Mehrlagen-Konstruktion der Lauffläche und einem optimierten Abrollverhalten konnte der Rollwiderstand des Conti EfficientPro noch weiter reduziert werden. Verglichen mit der Conti EcoPlus Bereifung spart ein 40 Tonnen Sattelzug mit Conti EfficientPro an Lenk- und Antriebsachse zusätzlich bis zu 0,64 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometern. Bei einer jährlichen Laufleistung von 120.000 Kilometern entspricht das einer Reduktion der CO2-Emissionen um mehr als 2 Tonnen im Jahr.

 

Sowohl der Conti EfficientPro Lenk- als auch der Antriebsachsreifen erreichen aufgrund ihres niedrigen Rollwiderstands den EU-Labelwert „A“ für höchste Kraftstoffeffizienz.

 

1 Ermittlung des Wertes auf folgender Basis: 350 kW-Truck, 40 Tonnen Gesamtgewicht, Euro 6 Abgasnorm, mit automatisiertem Schaltgetriebe auf einer Autobahn mit variierender Steigung und Straßenkrümmung und einer typischen Geschwindigkeit von 85 km/h.

(Halle 17, Stand A06/B11)