Ab sofort setzt die GöVB ihre drei Elektro-Hybridbusse Volvo 7900 EH auf

den Linien 41 und 42 ein, hier beim Andocken an der ABB-Ladestation auf

dem Betriebshof. Foto: Volvo

Göttinger Verkehrsbetriebe nehmen Elektro-Hybridbusse von Volvo in Betrieb

17.04.2018. Die Volvo Bus Corporation hat drei Elektro-Hybridbusse vom Typ 7900 EH an die Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH (GöVB) ausgeliefert. Die umweltfreundlichen Busse sind am 14. April feierlich übergeben worden und haben kurz darauf den Betrieb auf den Linien 41/42 aufgenommen. Beide Linien (jeweils rund 9 km) führen durch die historische Altstadt Göttingens und werden unter anderem diesen sensiblen Streckenabschnitt im rein elektrischen Fahrmodus durchqueren.

Neben den drei Elektro-Hybridbussen von Volvo umfasst der Auftrag aus Göttingen auch die Leitung und Koordination des Projektes inklusive der erforderlichen Ladeinfrastruktur. Die GöVB hat bereits drei weitere Elektro-Hybridbusse von Volvo bestellt, die ebenfalls noch 2018 ausgeliefert werden. Ab 2019 wollen die GöVB den gesamten öffentlichen Busfuhrpark sukzessive auf elektrische Busantriebe umstellen.

Zur Technik: Die Bezeichnung „Elektro-Hybridbusse“ verwendet Volvo, da es sich hier zwar um Omnibusse mit dieselelektrischem Antrieb handelt, die allerdings mit besonders leistungsfähigen Batteriespeichern (Lithium-Ionen-Eisenphosphat, 19 kWh Leistung) ausgerüstet sind: In Verbindung mit einem 150 kW starken Elektromotor können somit auch größere Strecken im rein elektrischen Betrieb absolviert werden. Der Euro-6-Dieselmotor mit 177 kW (240 PS) Leistung erhöht die Reichweite und bietet den Vorteil einer erweiterten Einsatzflexibilität. Hilfreich ist das Volvo Zonenmanagement, dass in festgelegten Bereichen der Linie den Einsatz des elektrischen Betriebes steuert. Im Vordergrund dieser Anforderung stand nicht nur die Vermeidung gasförmiger Emissionen, sondern auch die wirksame Reduzierung des Lärms in den engen Straßen.
Bereits am 12. April diesen Jahres erfolgte die Einweihung der Emobility-Station für Elektrobusse im Rahmen des „54. MobilitätsTalks Niedersachsen“ in Göttingen. Die Ladestation vom Hersteller ABB ist an der gemeinsamen Endhaltestelle für die beiden Linien 41 und 42 auf dem GöVB-Betriebsgelände in der Gustav-Bielefeld-Straße eingerichtet worden. Die Ladestation leistet 150 kW und basiert auf der offenen Schnittstelle des OppCharge-Zwischenladungssystems. Im Hinblick auf den geplanten Ausbau der Elektrifizierung im GöVB-Fuhrpark und die damit verbundene Anschaffung vollelektrischer Busse kann die Ladeleistung später jederzeit auf bis zu 450 kW gesteigert werden.
Die Schnellaufladung der Busbatterien an der Ladestation dauert nur drei bis sechs Minuten und kann so während der regulären Wendezeiten der Elektro-Hybridbusse erfolgen. Der Pantograf ist in die Ladesäule integriert. Die konduktive Starkstrom-Aufladung erfolgt über die auf dem Busdach auf Höhe der Vorderachse montierten Ladeschienen. Der Datenaustausch zwischen Bus und Ladestation findet über WLAN statt. Im Busdepot der GÖVB erhalten die Batterien zusätzlich jede Nacht eine Erhaltungsladung mit schwacher Stromstärke (Low-Power-Charging), wodurch die Lebensdauer der Batterien erhöht und deren Leistung über einen langen Zeitraum konstant erhalten bleibt.

Die Zweiachser (12,13 m) verfügen über drei Einstiegstüren, getönte Seitenscheiben, eine ausgewogene Klimatisierung durch Konvektorenheizung und Dachklimaanlage, eine Anlehnplatte im Stehperron sowie eine Schulbuszulassung. Für die Fahrgäste stehen 28 feste Sitzplätze und sechs Klappsitze bereit, die Beförderungskapazität liegt insgesamt bei 75 Personen (plus Fahrer).
Das elektrifizierte Linienbusprogramm von Volvo. Die Elektro-Hybridbusse Volvo 7900 EH können zwischen zwei Ladevorgängen ungefähr sieben Kilometer leise und völlig emissionsfrei betrieben werden (rund 90 Prozent aller Stadtbuslinien in Europa haben eine Streckenlänge von maximal zehn Kilometern). Ihr Energieverbrauch liegt um bis zu 60 Prozent, ihre CO2-Emissionen sogar um 75 bis 90 Prozent unter den entsprechenden Werten vergleichbarer Dieselbusse. Neben Elektro-Hybridbussen umfasst die Modellpalette elektrifizierter Fahrzeuge der Volvo Bus Corporation in Europa auch Diesel-Hybridbusse (Volvo 7900 H, Volvo 7900 LAH) sowie vollelektrische Busse (Volvo 7900 E). Insgesamt hat das schwedische Unternehmen bis heute mehr als 4000 elektrifizierte Volvo-Busse weltweit verkauft. EB

 


Die Volvo Bus Corp. hat ihr Angebot bereits seit Jahren für den westeuropäischen Markt auf Omnibusse mit Elektroantrieben in den verschiedensten Konfigurationen ausgerichtet. Diese Strategie zahlt sich aus. Das Foto zeigt einen 7900 H für die belgische Metropole

Volvo: 90 Hybridbusse für Brüssel

14.03.2018. Die Volvo Bus Corporation kann einen weiteren Erfolg bei der Vermarktung seiner Omnibusse mit alternativen Antriebe verbuchen: 90 Hybridbusse vom Typ Volvo 7900 H gehen in die belgische Hauptstadt.

Die Solofahrzeuge des Typs Volvo 7900 H wurden von den Brüsseler

Verkehrsbetrieben STIB-MIVB bestellt. Die Société des Transports Intercommunaux de Bruxelles (STIB), oder auf niederländisch Maatschappij voor het Intercommunaal Vervoer te Brussel (MIVB), betreiben und verwalten den Großteil der öffentlichen Verkehrsmittel der Region Brüssel-Hauptstadt.

Die meisten der 12 Meter langen Busse mit umweltfreundlichem Hybridantrieb werden noch in diesem Jahr ausgeliefert und im regulären Linienbetrieb der belgischen Metropole eingesetzt. Der Auftrag umfasst auch Service und Wartung; diese Aufgaben wird das Volvo Trucks Center in Brüssel übernehmen.

Mit den neuen Hybridbussen macht Brüssel einen großen und nachhaltigen Schritt nach vorn. Dies unterstreicht das Bestreben der belgischen Hauptstadt nach einer Ausweitung und Modernisierung des ÖPNV. Die gesamte Fahrzeugflotte soll spätestens bis 2030 komplett elektrifiziert sein.

„Belgien übernimmt im Hinblick auf die Einrichtung eines sauberen und leisen

innerstädtischen Verkehrs auch weiterhin eine führende Rolle“, so Håkan Agnevall, Präsident der Volvo Bus Corporation. „Bereits vor einem Jahr haben wir vom ÖPNVBetreiber TEC einen gleich großen Auftragsumfang für Elektro-Hybridbusse erhalten, die in den belgischen Städten Charleroi und Namur eingesetzt werden. Jetzt hat sich auch Brüssel für unsere Technologie entschieden. Das ist ein großer Erfolg, durch den die Gesamtzahl der bis heute verkauften elektrifizierten Volvo-Busse auf über 4000 Einheiten weltweit steigt.”

Das elektrifizierte Busprogramm von Volvo umfasst Hybridbusse, wiederaufladbare Elektro-Hybridbusse und vollelektrische Busse. Fakten zum Hybridbus Volvo 7900 H:  Der Antrieb des Niederflur-Linienbusses Volvo 7900 H erfolgt vom Stillstand bis zum Erreichen einer Geschwindigkeit von etwa 15-25 km/h vollständig elektrisch und emissionsfrei. Bei höheren Geschwindigkeiten wird ein „kleiner“ Dieselmotor mit 177 kW (240 PS) zugeschaltet. Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen des Volvo 7900 H liegen um 30-40 Prozent unter denen eines vergleichbaren Dieselbusses. Gleichzeitig

werden die Partikel- und Stickoxid-Emissionen um 50 % reduziert. EB/Foto Volvo

 


IAA-Volvo: E-Bus-Konzepte, I-Shift-Getriebe und Assistenzsysteme

15.8.2016. Erstmals wird die Volvo Bus Corporation (VBC) ihr gesamtes Programm elektrifizierter Stadtbusse der Öffentlichkeit präsentieren. Die Produktpalette umfasst sowohl den Diesel-Hybridbus Volvo 7900 H als auch den Elektro-Hybridbus Volvo 7900 Electric Hybrid und den vollelektrischen Linienbus Volvo 7900 Electric. Um Städten und Betreibern den Wechsel auf die umweltfreundlichen Bussysteme zu erleichtern, bietet Volvo Komplettlösungen an. Das „All-Inclusive“-Angebot für Deutschland, Österreich und die Schweiz umfasst Fahrzeuge, Service und Ladeinfrastrukur. Dabei zahlt der Betreiber eine Kilometerpauschale für die Nutzung und reduziert dadurch Zeitaufwand und Risiko.

Auch bei den Reisebussen rückt Volvo die Themen Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit in den Fokus. Ganz vorn steht die völlig neu entwickelte Dynamische Niveauregulierung (Dynamic Chassis Lowering). Fahrgestell und Karosserie der damit ausgestatteten Reisebusse (Volvo 9500, Volvo 9700 und Volvo 9900) werden bei Fahrgeschwindigkeiten über 80 km/h automatisch um 20 mm abgesenkt. Die damit erzeugte Reduzierung des Luftwiderstands wirkt sich mindernd auf Kraftstoffverbrauch und Emissionen aus.

Eine weitere Neuheit zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs und zur Verbesserung des Fahrkomforts ist Volvo I-See für die Reisebusse Volvo 9700 und Volvo 9900. Wenn ein mit I-See ausgerüsteter Bus zum ersten Mal einen Straßenabschnitt mit Steigungen und Gefällen befährt, werden die topografischen Daten dieses Streckenverlaufs in der Borddatenbank des Fahrzeugs gespeichert. Fährt der Bus das nächste Mal auf derselben

Strecke, greift das System auf diese Informationen zu und setzt sie zur Optimierung der Schalt-, Beschleunigungs- und Bremsvorgänge ein.

Parallel dazu wird mit dem I-Shift AT2412F die neue Generation des bewährten Volvo I-Shift-Getriebes präsentiert. Wie bisher auch, läßt sich das elektronisch gesteuerte 12-Gang-Split-Range-Getriebe über die automatischen Schaltvorgänge hinaus auch manuell bedienen. Die jetzt neue Variante soll sich laut Volvo durch geschmeidigere und schnellere Schaltvorgängen auszeichnen; damit verbunden wären geringere Leistungsverluste, eine längere Lebensdauer und eine höhere Energieeffizienz. Zudem kann das I-Shift-Getriebe in den Reisebussen Volvo 9700/9900 mit einem neuen Ölvorwärmer kombiniert werden, der auch beim Einsatz in Ländern mit strengen Wintern die vorgesehe Betriebstemperatur garantiert - für bessere Schmierung und weniger Reibung.

Neu: Fußgänger- und Radfahrererkennung

Ein weitere Schwerpunkt der Volvo-Präsentation werden die Themen Sicherheit und Assistenzsysteme sein, mit Auffahrwarnfunktion, Notbremsassistent, Abstandsregel-Tempomat, Spurhalteassistent und dem dynamischen Lenksystem Volvo Dynamic Steering (VDS). Ganz aktuell ist die Fußgänger- und Radfahrererkennung (Pedestrian & Cyclist Detection), insbesondere von Vorteil an Fußgängerüberwegen und Bushaltestellen. Mit einem

Signalton meldet das System den in der Nähe befindlichen Verkehrsteilnehmern, dass sich ein Bus nähert. Besteht die Gefahr eines Unfalls, ertönt das Signalhorn des Fahrzeugs, und der Fahrer wird akustisch und visuell gewarnt. Eingeführt wird die Fußgänger- und Radfahrererkennung sukzessive ab 2017, zunächst in Stadt- und Überlandbussen.

Das lenkunterstützende System Volvo Dynamic Steering wird nach den Reisebussen jetzt auch in den Stadt- und Überlandbussen  (Volvo 7900/8900)

präsentiert.

Volvos Ausstellungsprogramm (Stand A02/H 17) umfasst folgende Typen:

  • Volvo 7900 H Diesel-Hybridbus (12 m)
  • Volvo 7900 Electric Hybrid Elektro-Hybridbus (12 m) mit Ladestation
  • Volvo 7900 Electric Elektrobus (12 m, vollelektrisch)
  • Volvo 9900 Reisebus (13 m, Dreiachser), I-Shift AT2412F
  • darüber hinaus alle zuvor aufgeführten Komponenten und Systeme